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Haben Sie Mut zum Rückschnitt!

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr und der Frühsommer.

Jeder Gartenfreund weiß, daß viele Pflanzen und Bäume "beschnitten", besser zurückgeschnitten, werden müssen. Dies dient der Formgebung, Anregung des Wachstums (Verzweigung) und um die Blüten- und Fruchtbildung zu fördern.
Ein weiterer Grund kann sein, daß die Pflanze im Wohnbereich zu groß werden kann.

Bei den Zimmerpflanzen trauen sich manche Pflanzenfreunde aber nicht ran. Immer wieder bekommen wir deshalb Anfragen. Auch taucht die Frage des "Zurechtschneidens" der Zimmerpflanzen in den zahlreichen Foren auf. Manche User schreiben sogar von "Beschneiden".


Bei den meisten Pflanzen ist ein Rückschnitt sogar vorteilhaft, um eine bessere Verzweigung zu erreichen. Eine Pflanze leidet, wenn ihre Spitze aus dem Lichtbereich wächst. Immer wieder werden dummerweise auch in Pflanzen(pflege)büchern Gewächse in Räumen abgebildet, die höher sind als die Fenster. Diese Pflanzen leiden an Lichtmangel.
Lesen Sie dazu auch unseren Artikel Wenn Pflanzen schreien könnten, dann wäre ihr Ruf nach Licht am lautesten..

Hier ein Beispiel (bitte das Bild rechts vergrößern) wie Pflanzen nach längerer Zeit aussehen, wenn sie nicht rechtzeitig zurückgeschnitten werden. Mancher Pflanzenfreund entwickelt dabei oft sehr skurile Aktivitäten, wie er die viel zu langen gewordenen Triebe stabilisiert oder bändigt. Haltestäbe reichen hier nicht mehr aus, sodass andere kunstvolle Haltemöglichkeiten eingesetzt werden.

Deshalb unser Rat: Haben Sie den Mut zum Rückschnitt!


Wenn sie schneiden, dann schneiden Sie kräftig zurück. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das Frühjahr bis in den Frühsommer.



Schneiden Sie ÜBER einem "Triebauge" ab.
An diesen auch Nodium genannten Stellen treibt die Pflanze wieder aus.
Als Werkzeug verwenden Sie bitte ein SCHARFES Messer. Scheren quetschen die Schnittstelle. Die abgeschnitten Teile können Sie dann für die Anzucht neuer Pflanzen verwenden.

Bitte vergrößern Sie auf jeden Fall die nachfolgenden Bilder, damit Sie erkennen können, um was es geht.


Wenn Sie stark "blutende" Pflanzen schneiden,
so können Sie den austretenden Pflanzensaft mit Hilfe von Küchenkrepp stoppen. Einfach ein kleines Stück sofort nach dem Schneiden aufdrücken. Es fällt dann nach ein paar Tagen von alleine ab, oder läßt sich leicht lösen.

Noch ein Tipp:
Die abgeschnittenen Triebspitzen (Kopfstecklinge) lassen sich dann sehr gut für die Anzucht neuer Pflanzen nutzen.
Lesen Sie bitte dazu auch diesen Hinweis.

Berlin, den 17. Mai 2008

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