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Die Herrenhäuser Gärten in Hannover

Ulrich Rau

Die Herrenhäuser Gärten gehören mit zu den schönsten Gärten Europas und auch zu den 30 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland, entsprechend einer aktuellen Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Im Norden Deutschlands gehören die Gärten zu den Top 3, in Niedersachsen sind sie sogar die beliebteste Sehenswürdigkeit.

Jährlich strömen rund 450.000 Besucher aus dem In- und Ausland in die Herrenhäuser Gärten. Dazu gehören der Große Garten, der Berggarten, der Georgengarten und der Welfengarten. Diese Gärten spiegeln unterschiedliche Stilrichtungen in der Gartengestaltung wider. Barocke Pracht im Großen Garten, romantische Landschaftsbilder, angelehnt an die englische Gartengestaltung, im Georgengarten und Welfengarten sowie botanische Schätze im Berggarten.

Der Große Garten ist auch gleichzeitig das Kernstück der Herrenhäuser Gärten. Der entscheidende Ausbau des Großen Gartens erfolgte in der Regentschaft des Herzogs Ernst-August (1679-1698), um mit der Ernennung zum Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg auch eine repräsentative Anlage als Lustgarten vorweisen zu können. Seine Frau Sophie ließ den Garten im Stil der niederländischen Barockanlagen gestalten von 1696 bis 1714.


Der  Große Garten ist heute noch in seiner ursprünglichen Form als Barockgarten erhalten. Um 1710 war der Große Garten weitgehend vollendet. Mit 200 ha entsprach er in etwa der Fläche der Altstadt von Hannover, in der 10.000 Menschen lebten. Der Große Garten hatte bis zu Sophies Tod 1714 seine Ausdehnung vervierfacht. Heute umfasst er eine Fläche von etwa 50 ha.

Der größere Teil des Barockgartens ist die 'Große Parterre'.  Bestimmend ist hier die durch Formschnitt gestaltete Lindenallee. Weiterhin dominierend sind die Hainbuche und die geschnittenen Buchspflanzen als Einfassung. Die Wasserspiele und Fontänen geben dem Garten ein bestimmendes Element. Eingerahmt und versteckt hinter Buchenhecken entdeckt der Besucher z.B. noch das Gartentheater, den Rasengarten, den Rokokogarten, den Rosengarten oder den Blumengarten.

Der Georgengarten grenzt westlich an den Großen Garten und gehört wie der Welfengarten zum Stadtteil Nordstadt. Beide Gärten sind im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt und frei zugänglich.


Der Berggarten

Der Berggarten liegt nördlich des Großen Gartens auf der anderen Seite der Herrenhäuser Straße. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland. Als Küchengarten angelegt wandelte die Kurfürstin Sophie den Berggarten in einen Garten für exotische Gewächse um.  Der Berggarten ist seitdem ausschließlich ein botanischer Garten. In den Schauhäusern und Themengärten befinden sich gegenwärtig 11.000 verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen,  darunter die größte Orchideensammlung Europas.

Zur Expo 2000 wurde das Regenwaldhaus gebaut. Es beherbergte eine künstliche Tropenlandschaft, in der auch Schmetterlinge, Frösche und kleinere Vogelarten aus tropischen Regionen lebten. Wegen zu hoher Kosten wurde es 2006 geschlossen und danach in ein Sealife-Aquarium umgebaut, wobei der Regenwald erhalten wurde.

Der Besuch der Gärten – Großer Garten und Berggarten - ist kostenpflichtig.

Schauen Sie sich diese Galerie der Herrenhäuser Gärten an und bekommen einen kleinen Eindruck, um einen Besuch zu planen.

Berlin, den 07. Juli 2012

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