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Was ist ein Kulturtopf?

Es werden auch noch andere Bezeichnungen dafür verwendet wie Einsatz, Pflanztopf oder Pflanzenhalter.

Der Kulturtopf dient dazu, den Wurzelballen der Pflanze im Substrat aufzunehmen. Am Anfang gab es Einsätze, die wie ein Hut umgekehrt in einem Gefäß hingen. Die Wurzeln wuchsen unten durch
Schlitze in die Nährlösung.
Der Nachteil dabei war, daß die Wurzeln wie ein nasser Bart tief in die Nährlösung hingen und dadurch schlecht belüftet wurden. Töpfe aus Styropor finden wir nur noch selten. Diese wurden auch fast nur für Pflanzen in Großgefäßen, bei Gemeinschaftspflanzungen, verwendet.
Heute haben wir fast nur noch Kunststofftöpfe in verschiedenen Größen.


Das Material muß ebenfalls lebensmittelecht sein, wie die Übertöpfe, damit keine chemischen Reaktionen in Verbindung mit der Nährlösung auftreten können. Die sich nach unten leicht verjüngende Form erinnert noch an die Töpfe für Erdkultur , ob aus Ton oder Kunststoff.

Dieser Lebensraum der Pflanzenwurzel muß auch gut belüftet werden. Dazu dienen, neben dem sich nicht verdichtenden Substrat, die seitlichen Schlitze. Vor einigen Jahren hatten die Kulturtöpfe noch wenige Schlitze. Dadurch sollte das Wurzelwachstum im Zaum gehalten werden. Es erwies sich aber, daß mehr Schlitze besser sind
für das Wachstum und die Belüftung. Also je mehr Schlitze desto besser.

Je nach Hersteller haben die Kulturtöpfe eine Aussparung am Boden. Sie dient zum einen als Substratverdränger, andererseits kann auch eine Nährstoffbatterie untergebracht werden. Es gibt Kulturtöpfe mit seitlichen Laschen. Das ist günstig, um die Pflanze aus dem Übertopf herauszuheben. Weiter gibt es eine Aussparung zur Befestigung des Wasserstandsanzeiger und leider nur bei wenigen Herstellern die Möglichkeit zur Befestigung eines Haltestabes.



Einsätze für Hydrokultur


Mehrzweckkulturtöpfe mit Standard-Größenangaben

Die Größen der Standardkulturtöpfe sind weitgehend genormt und werden wie folgt bezeichnet: z.B. 15/12 oder 18/19.
Die erste Zahl gibt den oberen Durchmesser, die zweite Zahl die Höhe, jeweils in cm an. Die Höhen von 12 cm werden in erster Linie für sogenannte Tischgefäße, die Höhen von 19 cm meist für Großgefäße, aber zum Teil auch für Einzelgefäße, verwendet.
Die Höhe mit 12 cm sollte das Mindestmaß in der Verwendung für die Hydrokultur sein, um ein günstiges Verhältnis Nährlösungsversorgung und Belüftung zu erreichen.

Die niedrigeren Kulturtöpfe, wie auch Übertöpfe, sind für dauerhafte Kultur von Pflanzen nicht hoch genug und deshalb nicht geeignet!

Die Spielzeuge mit den Maßen 9/7 und erst recht mit 5/5 sind eigentlich nur für die Anzuchtzwecke zu gebrauchen. Zumal bei diesen Maßen die kleinen Wasserstandsanzeiger nur eine Spielerei, oder Geldschneiderei sind. Denn eine zuverlässige Anzeige und Funktion sind gleich null.

Eine praktische Normgröße des Kulturtopfes, nämlich 11/12 (guter Durchmesser und richtige Höhe für kleinere Pflanzen - Zuwachs eingerechnet) wurde von den Herstellern leider ausgemustert. Warum --- ich kann es mir denken, werde es aber nicht direkt ansprechen. Der aufmerksame Leser oder Nutzer dieser Domain wird es an der richtigen Stelle erkennen!

Berlin, den 09. März 2001


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