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Das ungeliebte Kind - Die BuGa im Internet

Das Internet dient heute vielen Leuten als Informationsmedium. Die Seiten der BuGa tragen dem aber kaum Rechnung. Undurchsichtige Navigation, fehlende Aktualität und veraltete Informationen sind nur 3 Gründe für schlechte Öffentlichkeitsarbeit. Dieses negative Image überträgt sich auf die gesamte Ausstellung.

Die BuGa ist in aller Munde. Kaum eine Nachrichtensendung in der sie nicht erwähnt wird. Kanzler Schröder war dort und eröffnete sie. Was lag also näher sich mal die Internetseite der BuGa anzusehen. Also habe ich flugs BuGa2001.de eingegeben und landete auch prompt auf der Seite.

Was mich dann dort begrüßte war das BuGa-Logo und eine winkende Fritz-Frosch-Animation. Beim Überfahren des Logos mit der Maus, wechselten dann die unterschiedlichen Halbkreise aus denen das Logo bestand ihre Farbe und zeigten gleichzeitig eine sehr geschwungene, schlecht lesbare Schrift an. Stadt, Park, Fluß konnte ich entziffern. Der vierte Halbkreis gab seine Bedeutung nicht preis. So sehr ich auch meine Augen anstrengte. Gleichzeitig verwandelte sich die Maus immer in die Hand. Ein untrügliches Signal das es hier weitergeht. Also ein mutiger Klick und man landete... Auf der Seite mit den Sponsoren. Verwirrung...!!!!! SponsorenseiteDas wollte ich eigentlich nicht hin. Also nochmals zurück und woanders geklickt. Wieder die Seiten mit den Sponsoren. Besteht die BuGa nur aus einer Seite mit Sponsorenlogos? Nachdenklich lehnte ich mich zurück und dann auf einmal wurde eine neue Seite geladen. Aus dem Quelltext erfuhr ich dann später, daß jeder Besucher sich die Sponsorenseite 12 Sekunden betrachten muß bevor er weitergeleitet wird oder ganz unten auf das kleine BuGa-Logo klickt. Also heisser Tip klicken Sie gleich unten auf das Logo.

Seite Konzept Die neue Seite bestand aus 2 Frames. Frames ist eine Technologie die es ermöglicht mehrere Seiten gleichzeitig in einem Browserfenster anzuzeigen. Sie wurde früher sehr häufig angewandt, um die Navigation und den Inhalt voneinander zu trennen. Dies hatte den Vorteil, daß man bei Veränderungen der Navigation nur eine Seite aktualisieren mußte. Wie gesagt früher, weil man sehr schnell herausfand, daß die großen Suchmaschinen beim Erfassen der Seite Probleme hatten. Die Seiten wurden sehr oft gar nicht oder nur teilweise erfaßt. Sehr schnell schwenkten dann die Firmen wieder um und verbannten Frames von ihren Seiten. Welche Firma kann es sich schon leisten nicht in den Suchmaschinen erfaßt zu werden. Nun gut die BuGa kann es wohl.

Seltsam auch, daß der eine Frame sämtlichen Inhalt inklusive der Navigation und der zweite gar nichts enthielt. Die Logik hinter diesem Designkonzept hat sich mir bis heute nicht erschlossen.

Ich sah nun also die Seite "BuGa-Konzept". Erwartet hatte ich eine Seite mit aktuellen Informationen, inklusive eines freundlichen in die Kamera lächelnden Kanzler Schröder. Aber nichts von alledem. Hier wurde mir erstmal das Konzept der BuGa erklärt. Mich interessierten aber aktuelle Informationen über die BuGa. Vielleicht finde ich es ja unter Presse. Hier erwartete mich aber eine illustre Linksammlung ohne irgendeine aktuelle Information. Die gesamte BuGA-Seite versprüht den dezenten "Charme einer Linkliste". Mit Ausnahme den Blumen oben in der Hauptnavgation entdeckte ich kein einziges Foto. Seite BildarchivAußer auf der Seite "Presse - Bild-Archiv", aber auch dort verbarg sich jedes einzelne Foto hinter einem seperaten Textlink. Per Klick wurde dann ein neues Fenster mit dem entsprechenden Foto geöffnet. Als Link verwandte man JavaScript und dann kratzt sich jeder gute Webdesigner wieder am Kopf. JavaScript kann jeder User in seinem Browser deaktivieren. Hat man das mal getan und vergessen, dann kann man klicken bis man schwarz wird - nichts passiert.
Hier wäre wohl eine Seite mit kleinen Vorschaubildern und einer Verknüpfung auf eine normale HTML-Seite mit dem grossen Bild besser gewesen.


Nichts von Blumenpracht oder ähnlichem ist auf der Gesamten BuGa-Präsenz zu entdecken und gerade das zieht doch die Besucher an. Deshalb kommen doch so viele.

Das gesamte Design stammt von vor 2 Jahren und wurde nur aktualisiert. Aktuelle Tagesinformationen findet man gar nicht. Veranstaltungstermine sind zum Teil veraltet. Die gesamte Seite sieht aus wie eine Linkliste. Ein befreundeter Journalist, dem ich die Seite zeigte, nannte sie "Bleiwüste". Die Navigation ist unlogisch. Besonders grosse Verwirrung stiftet die vorgeschaltete Sponsorenseite. Ich verstehe zwar, daß die Sponsoren erwähnt werden wollen. Eine kleine Linkleiste mit sämtlichen Sponsorenlogos am Ende jeder Seite wäre hier wohl die bessere Idee gewesen. Die hätte den Besucher weniger verwirrt und den Sponsoren mehr gebracht.

Fazit:
Wenn ich das alles zusammenziehe sehe ich das die Webseite der BuGa ungeliebtes Kind ist. Sie wird kaum gepflegt. Neue Erkenntnisse aus dem Internet werden nicht berücksichtigt. Informationen sind teilweise veraltet. Die Seite ist unlogisch aufgebaut und langweilig anzusehen. Schade eigentlich.

Sehr gern hätte ich Ihnen hier noch direkte Links zu den Veranstaltungsterminen der BuGa angeboten, aber auch das verhindern die oben erwähnten Frames. Darum hier nur der Link zur BuGa-Startseite:
http://www.buga2001.de

Von dort aus müssen Sie sich dann selbst weiter durchhangeln.

Berlin, den 10. Juni 2001

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Autor: Dirk Jendreck


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