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Seramis ist keine Hydrokultur!

Viele denken Seramis und Hydrokultur sind ein und das selbe. Dem ist aber nicht so!

Die Suchfunktion auf unserer Webseite wird reichlich genutzt. In der Auswertung sehen wir welche Suchbegriffe eingegeben wurden. Auch die Häufigkeit ist zu ersehen.

Wir stellen dabei fest, daß u.a. ein starkes Informationsbedürfnis für Seramis besteht. Es mag daran liegen, daß die Informationen im Handel nicht ausreichend sind. Ein Informationsdefizit wird auch erreicht, weil das Zubehör von Seramis nicht klar und deutlich vom Zubehör für die Hydrokultur getrennt wird. Dazu kommt auch noch, daß vielfach vom Verkaufspersonal falsche Auskünfte gegeben werden. Sei es aus Unkenntnis oder fehlenden, richtigen Informationen.
So wurde einer Kundin in einem Gartenmarkt empfohlen eine Pflanze auszuwaschen und in Seramis zu setzen. Diese Empfehlung ist grundsätzlich falsch.



Der Kunde sieht zuerst die Farbe des Substrates. Beide, der Blähton und Seramis, sind braun und aus Ton.
Es besteht aber ein grundlegender Unterschied zwischen den beiden. Der Blähton hat eine gute Wasser- und Luftführung, Seramis hat eine große Saugkraft, diese kommt von der ursprünglichen (dabei ungefärbt) Verwendungsabsicht. Diese hohe Wasserbindung hat aber auch ihre Nachteile, nämlich die gute Luftführung geht dabei verloren.






Wenn dieses Granulat richtig (!) verwendet wird, so lassen sich durchaus gute Erfolge in der Pflanzenhaltung erzielen. Es sei aber hier noch einmal sehr deutlich gesagt, daß Seramis eine Kulturmethode ist, aber keine Hydrokultur!

Auch zu Anzuchtzwecken ist Seramis nur sehr bedingt einsetzbar.
Wird eine Pflanze ohne den Erdballen in Seramis gesetzt, also ausgewaschen, wie es mancherorts empfohlen wird, so wird der Wurzelhals viel zu naß und das ist für manche Pflanzen tödlich.


Berlin, den 23. April 2005

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